In elf kuratierten Film- und Videoprogrammen zeigt die transmediale.11 mit SyncExistence 58 historische und zeitgenössische Werke aus 18 Ländern. Inhaltlich wird darüber reflektiert, wie das Kino gerade durch dessen Montagetechnik jenes für das 20. Jahrhundert so charakteristische Gefühl wachsender Gleichzeitigkeit, Allgegenwärtigkeit und Beschleunigung befördert hat, welches heute durch das Internet längst seine Potenzierung erfährt.
Besondere Highlights außerdem: Specials zu Lynn Hershman Leeson, der Pionierin der interaktiven Kunst und dem transmediale Award Nominee Ho Tzu Nyen aus Singapur sowie das ArabShorts-Projekt.
Heute sind wir dank der unterschiedlichen Formen von Echtzeitmedien und -netzwerken in der Lage, gleichzeitig und überall zu sein. Welche Auswirkungen hat dieser hybride, prozessuale Qualität der digitalen Liveness auf die Identitätskonzepte unserer Gesellschaft? BODY:RESPONSE - Biomediale Politik im Zeitalter der digitalen Liveness, die Konferenz der transmediale.11, untersucht die bio- und psychopolitischen Machtwirkungen im Webzeitalter, die sich durch die zunehmende Biologisierung der Medien und die kommunikationstechnologische Hybridisierung virtueller und realer Räume ergeben.
Mit Franco 'BIFO' Berardi, Tim Etchells, Carolyn Guertin, Maurizio Lazzarato, Tapio Mäkelä, Verena Kuni, Garnet Hertz, Roberto Esposito, Judith Revel, Eric Kluitenberg, Mushon Zer-Aviv, Marie-Luise Angerer, Adrian Heathfield, Franca Formenti, Mark Hansen, Derrick de Kerckhove u.a.
Wir gratulieren den folgenden vier für den Vilém Flusser Theory Award 2011 nominierten Projekten!
Der Vilém Flusser Theory Award (VFTA) fördert innovative medientheoretische und praxisbasierte Forschungsprojekte, die aktuelle Positionen digitaler Kunst und Kultur vorstellen. Gesucht wurden Projekte, Positionen und Texte die jenseits festgefügter Methoden einen transdisziplinären Kontext zwischen kunstbasierter Forschung und medientheoretischem Diskurs schaffen.
Zur Jahrtausendwende beschäftigte sich das Festival transmediale 00 mit den vorherrschenden Tendenzen, die die Welt veränderten - reflektiert im Schaffen internationaler Medienkünstler.
Die Bastlerkultur DIY [do it yourself!] forderte die Besucher der transmediale.01 dazu auf, an der präsentierten Digitalkunst mitzuarbeiten, ihre Technologien zu benutzen und selbst Medienkunst zu erschaffen und stellte damit die Weitergabe kreativer medialer Kompetenz in den Mittelpunkt.
go public! bezeichnet heutzutage einerseits den Börsengang eines Unternehmens und andererseits das Veröffentlichen von Informationen auf verschiedenen Medienkanälen. Die transmediale.02 forderte Publikum und Künstler dazu auf, mit medientechnologischen Ideen für Nutzung und Gestaltung des öffentlichen Raums „an die Öffentlichkeit zu gehen“.
PLAY GLOBAL! widmete sich auf kritische, ironische und zuweilen humorvolle Weise den künstlerischen und kulturellen Folgen der Globalisierung, erkundete die medien-technologischen Spielstrategien, welche sich im gesellschaftlichen Wandel widergespiegeln.
transmediale.04 untersuchte das aufstrebende Potential aktueller künstlerischer Praxis in digitaler Kultur. FLY UTOPIA! reflektierte das über die Realität hinaus transzendierende Potenzial der aufstrebenden Medienkunst auf sozialer, kultureller und ästhetischer Dimension.