"Es ist also der Durchgangsort der empfangenen und zurückgegebenen Bewegungen, der Bindestrich zwischen den Dingen, welche auf mich wirken, und den Dingen, auf welche ich wirke [...]" (Henri Bergson) Manchmal treten Ereignisse ein, die die Lebensumstände in einer Epoche für immer verändern. Ereignisse wie der Fall der Mauer, die kubanische Raketenkrise oder 9/11 hatten gleichermassen reale wie symbolische Auswirkungen auf die Vorstellungskraft der westlichen Zivilisation. Deren soziale, geopolitische und kulturelle Folgen haben unsere Welt für immer verändert. Wie kommt es, dass diese Ereignisse trotz aller Strategien, Szenarien, Aufzeichnungs- und Auswertungssysteme so unvorhersehbar bleiben? Gibt es irgendeine Form ethischer oder moralischer Teleologie in diesem globalen, klimakulturellen Transformationsprozess? Wie könnte sich eine solche Verschiebung in der Psychologie der Wahrnehmung langfristig auswirken? Können wir schon sehen wie alles enden wird?
Der durch die Polizei verschuldete Tod eines 15 jährigen Jungen führt zu Aufständen in Griechenland – Der tragische Unfall eines Bauarbeiters entzündet die explosive Stimmung in Delhi... Ist das die gegenwärtige politische Ordnung: tragische Unfälle als neuer Standard? "Wenn ein Cartoon aus einem Land in einem anderen Land für den Tod eines Menschen verantwortlich sein kann", so Atteqa Malik, "dann sollte auch die politische Praxis so organisiert warden, dass sie grenzüberschreitend funktioniert."
Täglich werden die Charts des globalen Temperaturanstieg aktualisiert, erreichen uns Nachrichten über den Streit um die natuerlichen Ressourcen im Norden, erhöhtes Risiko fuer ökologische Mutationen, ...