transmediale 2013 BWPWAP

Im Netzjargon benutzt man das Akronym BWPWAP (Back When Pluto Was a Planet), um über Dinge zu reden, die sich vor Kurzem schnell verändert haben. Am 24. August 2006 stimmte die Internationale Astronomische Union bei der Abschlusszeremonie ihrer Generalversammlung für die “Degradierung” Plutos und erkannte ihm den Planetenstatus ab. Die transmediale 2013 zeigte, dass die von neuen Technologien und in Bewegung befindlichen Wissensparadigmen angefeuerte Klassifizierungskrise wertvollen Raum für das Aushandeln von Kultur und künstlerische Interventionen eröffnet.

Im August 2012 wurden bei der reSource 002-Veranstaltung Out of Place, Out of Time drei Installationsprojekte initiiert. Sie wurden in sechs Monaten produziert, bei der transmediale 2013 BWPWAP werden die Ergebnisse vorgestellt. >> Mehr lesen.

Man kann jeden Film als imaginäres Museum im Sinne André Malraux' auffassen. Die Aufnahme konserviert den im Bild eingefangenen Moment fotografisch, in der Montage wird er kontextualisert, die Aufnahmen werden wie die Bilder eines imaginären Museums nebeneinander aufgereiht. >> Mehr lesen.

Verlangen BWPWAP ist ein Zwischenort. Angelehnt an die Thematisierung Plutos als zur Krise führendes Element, verfolgt dieser Themenstrang die queere Idee der ungewissen Zugehörigkeit. >> Mehr lesen.

BWTGGWAG – Back When The Gutenberg Galaxy Was A Galaxy (Als die Gutenberg-Galaxis noch eine Galaxis war): In der post-digitalen, von Netzwerken durchdrungenen Welt ist gedruckte Materie nicht mehr der einzige Faktor, der Schriftkultur als kulturelles Imaginäres definiert. >> Mehr lesen.

Was war der User? Indem wir Foucaults berühmte Analyse des Autors paraphrasieren, können wir fragen, welche Formen des kulturellen Imaginären uns die „User-Funktion“ bietet. >> Mehr lesen.

Was heißt es, wenn Netzwerke BWPWAP sind, wenn (soziale) Netzwerke allgegenwärtig sind und die Art und Weise verändern, wie wir Freundschaften schließen und Kontakte knüpfen? >> Mehr lesen.

The Miseducation of Anya Major untersucht Fragen zu Wissen, Lernprozessen und Bildung im Kontext zeitgenössischer Medien, vom Fotokopierer und Aktenvernichter über Computerspiele bis hin zum neuesten Smartphone.  >> Mehr lesen.

Auf der transmediale 2013 wird ein allumfassender, konzeptueller „Fahrplan“ für die sich jährlich ändernden Themen geschaffen. Es handelt sich um einen Rahmen („file_under:“), innerhalb dessen eine weitergehende, konzeptuelle Diskussion angeregt werden und der sowohl das Festival als auch das ganzjährige Programm umgeben soll. Die Diskussion wird während des Festivals, vor und nach dem Festival (in Veranstaltungen unserer Partnerinstitutionen) sowie in experimentellen Formen der Dokumentation und Publikationen zu Geltung kommen. >> Mehr lesen.

Das Festivalprogramm entfaltet sich anhand von vier Themensträngen: Users, Networks, Paper, Desire. Das Festival wird sich ansehen, was diese Stränge BWPWAP  bedeuteten, was sie heute darstellen und was sie in Zukunft sein könnten. >> Mehr lesen.

Als Mobiltelefone noch stumm waren. Briefe durch Rohrpostanlagen flogen. Tweets von Vögeln kamen. User mit Minitel chatteten. IRC von ICQ ablöst wurde. Xerox mit Thermofax konkurrierte. YouTube irgendein Web 2.0-Start-up war. Fax das neue Telex war. Man Bulletin Board Systeme abrief. Nur Studenten Facebook nutzten. Geschichte zu Ende gegangen war. Wir neun Planeten hatten.

Pluto Was A Planet

 

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transmediale would like to announce our 2013 program and rich roster of participants. Traversing thematic threads, professions, panels, exhibitions, film screenings, performances, and workshops; the one Pluto long day and Earth week will present visitors with diverse events re-enacting not-so-distant pasts and half-forgotten places. We will explore unrealistic and poetic modes of cultural critique—as if BWPWAP. >> Read more.