transmediale 2k+12 in/compatible

Inkompatibilität bezeichnet den Zustand, wenn Dinge nicht reibungslos miteinander funktionieren. Derzeit werden allerseits Krisen ausgerufen – in der Politik, der Wirtschaft, der Technologie und der Ökologie – und dadurch hat man schnell den Eindruck, dass wir es im Moment überall mit inkompatiblen Elementen und Situationen zu tun hätten und als ob gerade alles im Begriff wäre zu scheitern. Das Ironische dabei ist, dass besonders die angeblich immer kompatibler werdende Mediensphäre, wo sich sozusagen Alles miteinander verbindet, diese Krisen im Handumdrehen sichtbar macht. Mit dem Thema in/compatible untersuchte das Festival die produktiven und destruktiven Seiten der Inkompatibilität als fundamentale Voraussetzung kultureller Produktion.

transmediale 2012 Design Manuel Buerger Timm Haeneke Till Wiedeck

Die transmediale 2k+12 Identität konzipierten die Designer Manuel Bürger, Timm Häneke und Till Wiedeck. Das Design entstand in Anlehnung an das in/compatible Thema unter dem Arbeitstitel Promised Land und reflektiert insbesondere die hohen Erwartungen an alltägliche digitale Technologien. Die Festivalarchitektur im Foyer Haus der Kulturen der Welt auf der transmediale 2012 wurde von raumlaborberlin konzipiert. Die Rauminstallation besteht aus Fragmenten, die im Zusammenspiel an Wohnsituationen erinnern.

Unbehagen kann man buchstäblich auch hier auf der transmediale Webseite erfahren, wenn man während des Stöberns durch Zufall eine Intervention mit dem Namen HOTGLUE aktiviert. Gemeinsam mit Gottfried Haider haben sie dieses Content Manipulation System gebaut und speziell für die transmediale Version Matthijs van Henten mit ins Boot geholt. Was HOTGLUE eigentlich ist und wie es funktioniert, erklärt uns Danja Vasiliev persönlich in einem transmediale in/compatible sound clip.

Fotos of e-waste found on Flickr (2009) by Vibek Raj Maurya © Vibek Raj Maurya /

Inkompatibilität bezeichnet den Zustand, wenn Dinge nicht reibungslos miteinander funktionieren. Derzeit werden allerseits Krisen ausgerufen – in der Politik, Wirtschaft, Technologie und Ökologie – und dadurch hat man schnell den Eindruck, dass wir es im Moment überall mit inkompatiblen Situationen zu tun haben. Das Ironische dabei ist, dass besonders die angeblich immer kompatibler werdende Mediensphäre diese Krisen im Handumdrehen sichtbar macht. Wo genau treten Inkompatibilitäten auf und wie passen sie zu einer Weltordnung, die auf Konvergenz ausgerichtet ist und gleichzeitig Divergenz hervorbringt? | Das gesamte kuratorische Statement gibt's hier.

(Image: jon.satrom Prepared Desktop)

Zur Eröffnungsveranstaltung der 25. Jubiläumsausgabe der transmediale präsentieren wir ein herausragendes Programm, das bereits einen intensiven Vorgeschmack auf die kommenden Festivaltage bietet. | 31 January, HKW geöffnet ab 17:00, Opening Ceremony 18:30, anschließend DJ-Set um 23:00

20010 by Giordano Matteo, video © Giordano Matteo 2011 | film still

Inkompatibilität beschreibt den Zustand, der entsteht, wenn Dinge nicht zusammenarbeiten.

Die transmediale 2012: ein in/kompatibles Wesen. Auf der transmediale 2012 untersuchen wir die produktiven und destruktiven Seiten von Inkompatibilität, einem fundamentalen Zustand von Kulturproduktion in Krisenzeiten. In diesem Zusammenhang fordert die transmediale 2012 einen transversalen – also querläufigen – Ansatz. Mit unserem Thema in/compatible erkennen wir sowohl das Bedürfnis nach kreativen Hacks und Veränderungen an, als auch den Wunsch, nicht vorschnell zur Tagesordnung zurückzukehren. Zur Programmübersicht.

Die transmediale arbeitet in vollen Zügen daran, im Jahr 2012 in/kompatibel zu sein. Das Thema in/compatible widmet sich der künstlerischen Vorstellung der Netzwerkkultur, in der zwar alles miteinander verbunden ist, allerdings nicht immer unbedingt zusammenpasst und miteinander funktioniert. Im Rahmen dieses Festivalthemas wird es ein vielfältiges und internationales Programm geben: ein zweitägiges, thematisches Symposium, eine kuratierte Ausstellung, ein umfangreiches Videoprogramm und eine Reihe an Performances, darunter unter anderem die legendäre Joshua Light Show. Ein weiteres Highlight ist die Einführung einer neuen Projektplattform, reSource for transmedial culture, die ein experimentelles Programm an Workshops, offenen Diskussionen und performativen Interventionen präsentieren wird. Das 25jährige Jubiläum der transmediale wird mit besonderen Screenings und Paneldiskussionen gefeiert werden. Darüber hinaus veranstalten wir zusammen mit unserem Partner CTM ein Festival-Vorspiel, bei dem es am Wochenende vor der Festivaleröffnung in der ganzen Stadt Partner-Events geben wird.