transmediale.11 RESPONSE:ABILITY

Wir sind in eine vollkommene Gegenwart eingetreten und erleben darin eine ununterbrochene digitale Stimulation. Partizipation und Interaktion mittels andauernder Datenströme bilden die Signaturen unserer livegeschalteten Gesellschaft. Ihre technologischen, ästhetischen, performativen und alltäglichen Qualitäten steigern die Intensität unserer Teilhabe und Interaktion mit der Welt. Dies verändert grundlegend die Art und Weise wie wir Zusammenhänge wahrnehmen, Geschichten erzählen und soziale Beziehungen bilden. Es verändert letztlich die Art und Weise wie wir mit unserem Leben in Verbindung bleiben. Unter dem Titel RESPONSE:ABILITY widmete sich die transmediale.11 diesem Echtzeit-Lebensraum.

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Mit RESPONSE:ABILITY ruft die transmediale.11 zur gemeinsamen Reflexion darüber auf, wie wir heute mit und im Internet leben. Wir hinterfragen nicht nur die neu entstehenden biopolitischen, ökonomischen und affektiven Dimensionen einer Gesellschaft, die zunehmend live und online existiert. Die transmediale.11 untersucht das Netz jenseits der Ära Web 2.0 auch im Hinblick auf die Verantwortung und Möglichkeiten seiner User, es als zentrale Handlungszone zu gestalten und diese vor wachsender politisch-juristischer Kontrolle zu verteidigen.

BODY:RESPONSE erforscht posthumane Aggregatzustände in der Beziehung zwischen Körper und Technologie und damit verbundene spezifische biopolitische und psycho-ökonomische Trends.

 

Mit Franco Berardi, Maurizio Lazzarato, Tim Etchells, Carolyn Guertin, Marie-Luise Angerer, Paul Vanouse, Hans-Jörg Rheinberger, Philip Auslander, Mark Hansen, Judith Revel u. a.

Herman Kolgen_INJECT

Das diesjährige Performanceprogramm der transmediale bewegt sich an den Schnittstellen zwischen Realwelt und Mediensphäre, zwischen Liveness und Reproduktion, zwischen Virtuellem und Physischem. Auf insgesamt drei Bühnen werden im Laufe des Festivals verschiedene Medienformationen im HKW angeschaltet und in experimentellen Versuchsanordnungen zu ihren jeweiligen Live-Potentialen befragt.

Mit Performances von: Herman Kolgen, Cécile Babiole & Vincent Goudard, Daito Manabe, People Like Us, Fair Use, Ei Wada, Rosa Menkman, Tina Tonagel, Preslav Literary School, Eosin, Dorothy of the Day, TOUR de VINYL u. a.

MACHT GESCHENKE: SUCHE KAPITAL- neu und gebraucht  Akkumulation von globalem Kap

Weit ab von dem negativen Image des Hacking als gezielter Sabotage oder gaunerischem Interventionismus ist die HacKaWay Zone der transmediale.11 vielmehr der Ort, an dem komplexe Sachverhalte technologischer und gesellschaftlicher Systeme kritisch und zugunsten neuer, alternativer Wirklichkeiten de- und rekonstruiert werden. Dank der Mechanismen 'hacktivistisch'-taktischer Kunstpraxen bringt die HacKaWay Zone prozessbasierte und performative Kunstwerke in einer Halle zusammen, die von Interaktivität und Partizipation lebt. 
 
Mit Kunstwerken, Workshops und Performances von Paul Vanouse, HONF, UBERMORGEN.COM, Herwig Weiser, Christin Lahr, Garnet Hertz und Jussi Parikka, Daito Manabe, Ei Wada, Fair Use u. a.

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The Open Zone ist die Metapher einer gesellschaftlichen Versuchsanordnung mit unterschiedlichen sozialen Territorien, die für die Dauer der transmediale von Künstlern und Medienaktivisten besiedelt werden. In offenen Ateliers, Projektbüros, Tauschzentren und Experimentierräumen werden die strategischen Voraussetzungen der Open Culture untersucht und für die Besucher erfahrbar gemacht.

2026, Maha Maamoun

In elf kuratierten Film- und Videoprogrammen zeigt die transmediale.11 mit SyncExistence 58 historische und zeitgenössische Werke aus 18 Ländern. Inhaltlich wird darüber reflektiert, wie das Kino gerade durch dessen Montagetechnik jenes für das 20. Jahrhundert so charakteristische Gefühl wachsender Gleichzeitigkeit, Allgegenwärtigkeit und Beschleunigung befördert hat, welches heute durch das Internet längst seine Potenzierung erfährt. 

 

Besondere Highlights außerdem: Specials zu Lynn Hershman Leeson, der Pionierin der interaktiven Kunst und dem transmediale Award Nominee Ho Tzu Nyen aus Singapur sowie das ArabShorts-Projekt.

aquabitArt / PIXELATE ME (TOUCH ME vol. 2.0)  (SSMIDD gedankenschmied)

In Zusammenarbeit mit einer Reihe von Partnerorganisationen schickt die transmediale.11 ihren Aufruf RESPONSE:ABILITY durch die ganze Stadt: Parallel zum Festival präsentiert ein Netzwerk aus Satellites das Neueste aus den Bereichen der digitalen und elektronischen Künste. Neben etablierteren Orten wie dem .CHB - Collegium Hungaricum Berlin, dem Marshall McLuhan Salon der Kanadischen Botschaft, [DAM]Berlin, c-base,dem _Vilém_Flusser_Archiv, dem Künstlerhaus Bethanien, den Sophiensaelen oder NGBK nehmen auch eine Reihe spannender neuerer Plattformen und Räume für Medienkunst am Satellite-Programm Teil. Mit dabei also dieses Jahr auch die Schering Stiftung, Instituto Cervantes, Art Claims Impulse, MMX Open Art Venue, ConcentArt, Substitut, NK Projekt, Medienwerkstatt Berlin, systM, aquabitArt, STYX Projects, Studio 70 und The Future Gallery.