transmediale 2014 - Call for Works
Die transmediale 2014 afterglow findet vom 29. Januar bis 2. Februar 2014 im Haus der Kulturen der Welt in Berlin statt.
Wir möchten uns bei allen Bewerbern für den diesjährigen thematischen Call for Works bedanken. Nach einem langen Auswahlprozess und der Finalisierung des Programms haben wir nun alle Werke ausgewählt, die auf dem nächsten Festival gezeigt werden. Wenn wir Sie bisher nicht kontaktiert haben, ist Ihre Arbeit leider nicht dabei. Wir hoffen dennoch, Sie auf der transmediale 2014 afterglow begrüßen zu dürfen und wünschen alles Gute!
Thematischer Rahmen
afterglow
Die digitale Revolution ist schon wieder vorbei und das "YOU" hat verloren.
Was glüht noch in der Einöde, die sie hinterlassen hat?
Mit dem Thema afterglow weist die transmediale 2014 darauf hin, dass in einer Welt, in der die Ressourcen (menschliche, körperliche, materielle, ökologische und wirtschaftliche) mehr und mehr aufgebraucht sind, das Digitale seinen Versprechungen der sterilen, hochtechnologisierten Welt mit unendlichen Möglichkeiten nicht länger gerecht wird. Im Gegenteil – die digitale Kultur wird mehr und mehr zu einer post-apokalytischen Einöde, die von einigen wenigen Machthabern regiert wird. Die digitale Kultur ist noch immer aus glänzenden Dingen gemacht, die zugleich verlockend und unheimlich sind: von den Sozialen Medien bis hin zur Big Data. Auf der einen Seite kann dieses afterglow (dt. Nachleuchten) als ein extremer Ausdruck des verschwenderischen Zustands der digitalen Kultur gesehen werden (Überschuss, Überlastung, endlose Wiederholung, Vorrang von Bedeutung, Ausbeutung). Auf der anderen Seite – so wie man es im Englischen mit dem Spruch „one man’s trash is another man’s treasure“ ausdrückt – bietet es auch eine Entstehung neuer Lebensformen. Für unser Leben in einer post-digitalen Kultur charakterisiert afterglow die Ästhetik und Politik in der Entstehung neuer, uns noch unbekannter Kulturformen.
In der Festivalausgabe des Jahres 2014 wird die Idee des afterglow der digitalen Kultur als eine Möglichkeit gesehen, um über Positionen zu spekulieren, die über das Digitale hinausgehen. Digitale Technologien sollen zwar nicht im wörtlichen Sinne abgeschafft werden, jedoch sollen Positionen untersucht werden, die über die dominierende Funktion des Digitalen als eine metaphysische Qualität, die sämtliche Formen der Existenz kodiert, hinausgehen. Selbst ein angeblich kritischer Begriff wie das „Post-Digitale“ wirbt in diesem Sinne nur für die Idee, dass das Zeitgenössische und das Zukünftige vom Digitalen vorherbestimmt sind. Anstatt den Hype des Post-Digitalen zu feiern, laden wir die Beitragenden der transmediale 2014 dazu ein, über dieses afterglow nachzudenken: Indem die Nostalgie für das Vordigitale durch den Gebrauch von weggeworfenen Technologien, Ideen und Erzählweisen ausgenutzt wird und/oder sich neue Existenzformen und Formen kritischer Erfindungen vorgestellt werden und so das afterglow der digitalen Kultur überflutet wird.
Einreichungen eurer Werke — Einsendeschluss: 31.Juli 2013
transmediale 2014 afterglow findet vom 28. Januar bis 2. Februar im Haus der Kulturen der Welt in Berlin statt. Das Programm beinhaltet eine Vielfalt verschiedener Werkstypen in einer thematischen Ausstellung, sowie ein Film- und Video-, ein Workshop-, ein Performance- und ein Konferenzprogramm. Die transmediale ist immer an Werken interessiert, die unsere komplexe Beziehung zur Technologie untersuchen – sei es durch neue oder alte Medien.Das Ausstellungsprogramm konzentriert sich besonders auf Werke, die mehrdeutige und problematische Beziehungen zu Technologie und damit verbundene kulturelle Paradigmen untersuchen und sowohl spekulative als auch erfinderische Positionen präsentieren.Das Film- und Videoprogramm widmet sich zeitgenössischen, künstlerischen Videowerken und experimentellem Filmmaterial mit historischem Bezug.Das Performance-Programm erstreckt sich von audiovisuellen Live-Auftritten und Interventionen bis hin zu Performativen Vorträgen.In unserem Konferenz- und Workshop-Programm wird die kritische Dimension des Festivalthemas aus dem Bereich des Netzwerkens, Hacktivismus, Medientheorie und der Politik der technologischen Entwicklung untersucht.
Auswahlverfahren
Obwohl die Themen der transmediale von einem kuratorischen Team festgelegt werden, soll der Fokus der einzelnen Programmbereiche mit Bezug zu den eingereichten Arbeiten aus diesen Call weiterentwickelt werden. Auf diese Weise streben wir einen kreativen Dialog zwischen den thematischen Ideen und der gegenwärtigen künstlerischen Praxis an. Das finale Programm des Festivals wird dann schließlich aus einer Mischung aus eingeladenen Teilnehmern, Ergebnissen unserer ganzjährigen Plattform (reSource - transmedial culture berlin) und Projekten aus diesem Call bestehen. Die Benachrichtigung über eine Teilnahme im Festivalprogramm kann bis November 2013 andauern.
Mehr Informationen
Vor Einreichung eurer Arbeiten, beachtet bitte unsere Einreichungsbestimmungen.
> Call for Works als .pdf herunterladen
Online-Formular
Hier geht es zu unserem Online-Formular, das ihr ausfüllen müsst, wenn ihr Arbeiten einreichen wollt. Noch nicht registrierte Benutzer müssen einen Account erstellen. Registrierte Benutzer werden zu einem Login aufgefordert. Der endgültige Einsendeschluss ist der 31. Juli 2013. Bitte beachtet unsere Einreichungsbestimmungen, bevor ihr eure Arbeiten einsendet.
Kontakt
transmediale — festival for art and digital culture
Klosterstraße 68, D-10179 Berlin, Germany
tel +49 (0)30 24 749 761, fax +49 (0)30 24 749 763
call[at]transmediale.de
transmediale.de


