Die diesjährige Marshall McLuhan Lecture mit dem Titel Space Junk hält der kanadische Schriftsteller und Künstler Douglas Coupland am 28. Januar 2014 in der Botschaft von Kanada.
Zeitgleich mit dem Festival wird Douglas Coupland seine Serie postdigitaler Slogans for the 21st Century (2013) ausstellen, präsentiert von der Daniel Faria Gallery, der Botschaft von Kanada und der transmediale in der Or Gallery Berlin.
Whistleblower, Hacker, Künstler und Aktivisten kommen zusammen und untersuchen die Kunst des Enthüllens als Erkenntnisstrategie und Möglichkeit, versteckte Bugs im sozio-politischen Gefüge aufzudecken. Gibt es nachhaltiges Handeln in der digitalen Infosphäre? Kann man noch behaupten, Information wolle frei sein?
Dieser Themenstrang gibt Einblicke in Elektroschrott und Bergbau, Daten und Hardware – den ungewollten Rattenschwanz des Digitalen – und verknüpft Fragen zu Arbeit, Geopolitik, Wirtschaft, Medien sowie zur Erde zu einer seltsamen planetarischen Konstellation.
Das CTM-Festival und die transmediale präsentieren dieses Jahr im Auditorium des HKW gemeinsam drei Performances. Trotz unterschiedlicher Ansätze lässt sich in den Arbeiten von Lucky Dragons, Dinos Chapman und Robert Henke eine verbindende postdigitale Sensibilität ausmachen, die mit den Themen beider Festivals, der Dis Continuity (CTM) und dem Afterglow (transmediale), korrespondiert.
transmediale 2014 afterglow und die Botschaft von Kanada in Berlin präsentieren drei Kooperations-Veranstaltungen im Rahmenprogramm der alljährlichen Marshall McLuhan Lecture
Während des zweijährigen ANTHROPOZÄN-PROJEKTES 2013–2014 verfolgt und dokumentiert DAS ANTHROPOZÄN-OBSERVATORIUM die These vom „Menschenzeitalter“ und ihre politische, praktische, institutionelle sowie kulturelle Ausformulierung, u. a. in der internationalen Klimapolitik.
Was bedeutet „digitale Kultur“ heute und was impliziert der Begriff „postdigital“? Die Konferenz untersucht die gegenwärtige Situation der digitalen Kultur, ausgehend von der Metapher Afterglow. Im Fokus stehen Überlegungen zu den geopolitischen, infrastrukturellen und körperlichen Folgen der exzessiven Digitalisierung, die in den vergangenen drei Jahrzehnten stattgefunden hat.
Die Filme und Videos der transmediale 2014 kreisen um Motive wie Internet, Überwachung, Big Data sowie elektronischen, digitalen und analogen Trash. Das Thema afterglow erscheint in diesen Werken als düstere Visionen eines Nachlebens von Bildern und Technologien, in der die naiven Träume einer digitalen Revolution, eines freien Austausches und einer gleichberechtigten Teilhabe keinen Platz mehr haben.
Die Künstlerforscher Jamie Allen und David Gauthier stellen mit ihrem in Kooperation mit der transmediale 2014 entstandenen Projekt CRITICAL INFRASTRUCTURE eine medientechnologische Umgebungsstudie vor. Die Arbeit unternimmt eine metrologische Untersuchung der transmediale 2014 und ermöglicht so die direkte Beobachtung der Materialien und Systeme.