Während traditionelle Unternehmen ihre Corporate Identity heraufbeschwören verweist die Kreativbranche lustvoll auf ihre Heterogenität. Dennoch brauchen Kulturproduzenten eine Sprache, mit der sie die Öffentlichkeit erreichen und letzten Endes auch wirtschaftlichen Erfolg haben. Wieviel Corporate Identity braucht ein Kulturunternehmen – und wie kommuniziert man diese Identität nach außen?
Kulturelle Organisationsformen entstehen selten auf Basis einer strategischen Überlegung, sondern bilden sich meist um aktuelle Projektbedürfnisse herum. Welche Organisationsmodelle machen im Kunst- und Kulturbetrieb unter welchen Voraussetzungen Sinn und wie wird das Kulturunternehmen der Zukunft aufgestellt sein?
Welche Währung hat das Kulturunternehmen der Zukunft? Kulturarbeiter und Künstler produzieren eine Vielfalt von Werten, die zum Großteil immaterieller Natur sind. Schwierig wird es, wenn kulturelle Werte in adäquate Marktpreise übertragen werden sollen: wie ermittelt man den ökonomischen Wert von kultureller Arbeit?
Im Anschluss an ein Screening zum Thema, geht es in diesem Salon Talk um asiatische Kunstprojekte, die in Europa gezeigt werden. Das Verhältnis von ‚Hier‘ und ‚Anderswo‘ den bildet hierbei den Ausgangspunkt für eine Reflexion über die (Un-)Möglichkeiten, zwischen Orten zu wechseln, sowie über die Politik der Bildproduktion.
Als Salon Subkonferenz lädt PHUTURAMA ‚Visual Futurists’, also Designer und Künstler aus verschiedenen Medien- und Produktionsbereichen, ein darüber zu diskutieren, welchen Einfluss die Bildmacht von spekulativem, futuristischem und fiktionalem Design auf das ‚reale‘ Industriedesign ausübt: Film-Production-Designer treffen auf Spieleentwickler, SF-Autoren auf Comiczeichner, visionäre Automobildesigner auf Futurologen; Profis auf Aktivisten des einflussreichen SF-Fandom.
Im Panel ART 2.0 werden unterschiedliche Strategien der künstlerischen Aneignung diskutiert und die eingeladenen Künstler werden ausgewählte Arbeiten präsentieren, an denen sich ein neuer Umgang mit Autorenschaft, geistigem Eigentum und die Interaktion von Individuen mit Communities diskutieren lassen.
Neue Medien(-technologien) verändern die Art und Weise, wie wir Wissen produzieren und kommunizieren. Wir sind in der Zukunft der Technologie angekommen, nun haben wir die Verantwortung, für ihre soziale und kulturelle Anwendung zu sorgen. Wie das gehen kann ist Gegenstand der Keynote von Conrad Wolfram und der anschliessenden Diskussionsrunde.
Der Titel der Runde verweist auf den Roman Endstation Mond von Robert Henlein (1958), der grundlegend zum populären Mythos Mond beigetragen hat. Dieser Salon Talk präsentiert Künstler, die sich in ihren auf der transmediale.10 gezeigten Arbeiten mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Mondes beschäftigen.
Wenn Fortschritt mehr sein soll als das Re-Design bereits vorhandener Fahrzeugpaletten, benötigen wir eine ästhetische und mediale Analyse unserer Gegenwart. Im Anschluss an Bruce Sterlings Keynote zur Atemporalität wird in der zweiten Konferenz-Session diskutiert, inwiefern sich die Struktur der Zukunft und mit ihr unser temporales Bewusstsein geändert haben. Welche Handlungsansätze sind nun gefragt?
Am 6. Februar werden die diesjährigen Preisträger des transmediale bzw. des Vilém Flusser Theory Awards verkündet. Die Zeremonie moderiert Barbara Kisseler gemeinsam mit den Mitgliedern beider Juries.
Im Anschluss findet mit dem Musikprogramm von raster.noton.unun im WMF die Award Aftershow Party statt. ...mehr