Die Kurzfilme dieses Programms thematisieren die Paradoxa, die sich an den Rändern gesellschaftlicher Kommunikationsprozesse ansammeln. Während der funktionsfähige Konsens im Zentrum solcher Bemühungen steht, generieren diese scheinbar gleichzeitig auch die unterschiedlichsten Merkwürdigkeiten. Fünf solcher Beispiele zeigt Desync Systems.
Dieses Programm stellt zwei Filme gegenüber, die in jeweils eigener Absurdität Ecksteine in der Entwicklung der Telekommunikation dokumentieren. Gab es in den 1940ern noch Lehrfilme zur Benutzung des Selbstwähltelefons wie den gezeigten Dial Comes to Town, erklären heute – ungeachtet der Zeitverschiebung – Angestellte nach Indien ausgelagerter Call-Center englischsprachigen Kunden die Benutzung ihrer technischen Geräte per Service Hotline.
In diesem Workshop wird der Gründer von Thimbl, der kostenlosen Open Source Mikro-Blogging Alternative erzählen, wie er auf die Idee für dieses Projekt kam und inwiefern sich Thimbl von anderen Sozialen Netzwerken unterscheidet. Dmytri Kleiner wird Teilnehmern mit Voranmeldung auch zeigen, wie man Webhosts, Internet Service-Provider und Systemadministratoren dazu bringt, Konten zur Verfügung zu stellen, um Thimbl für seine eigenen kreativen Zwecke zu nutzen.
In diesem Workshop zeigen die Mitglieder der Gruppe HONF, dass Wissenschaft weder teuer, gefährlich oder unzugänglich, noch an ein Labor gebunden sein muss. Workshop-Teilnehmer lernen, wie man seine eigenem, selbstgezüchtete Schrägkultur mit natürlichen Farben färbt, bzw. wie man ein Reagenzglasgestell aus Papier fertigen kann. Am Ende ist jeder Teilnehmer eingeladen, seine Schrägkultur mit nach Hause zu nehmen und sein neues Wissen weiterzugeben.
Mit dieser interaktiven Klanginstallation interpretieren die beiden Künstler Christopher Warnow und Daniel Franke nicht nur eine Komposition von Rutger Zuydervelt. Die Arbeit ist zudem eine für Körperbewegungen sensible Schnittstelle, die den Zuhörer in die ihn umgebenden digitalen bzw. architektonischen Räume eintreten lässt. Für jeden Einzelnen von uns entfaltet sich eine individuelle Darstellungsweise auf dem Screen.
Diese audiovisuelle Performance ist eine Hommage an die Geschichte der Schallplattenexperimente. Bei TOUR de VINYL wird durch die Zusammenführung des Schallplattenspielers mit dem Trimmrad aus dem Reproduktionsapparat eine Junggesellenmaschine à la Marcel Duchamp: der Discjockey2000 – ein eigenwilliges Musikinstrumentarium zur Erzeugung unvergleichlicher analoger Klänge.
Claus Pias präsentiert sein neues Buch Was waren Medien?, mit Beiträgen von Dieter Daniels, Lorenz Engell, Wolfgang Hagen, Joachim Paech und Claus Pias, blickt der Band auf die Anfänge der akademischen Beschäftigung mit Medien in Deutschland zurück, setzt sie in Beziehung zur Geschichte der Medienkunst, fragt nach der wissenschaftssystematischen Position von Medienwissenschaft und entwickelt Zukunftsperspektiven.
Bei der Präsentation mit dabei sind Dieter Daniels und Wolfgang Hagen.
Wie wäre es, wenn wir uns plötzlich mit einem Kafkaesken Internet herumschlagen müssten, einer Situation, in der die ganze Online-Kommunikation plötzlich auf Emoticons reduziert und Text plötzlich unlesbar wäre, weil zu viele Algorithmen sich bei der Auswahl unzensierter Worte gegenseitig in die Quere gerieten?
Diese Ideen verfolgt Ursula Endlicher in interACTicons, einem dreiteiligen Projekt aus Online-Archiv, Workshops und finaler Performance, für das sie JPGs, GIFs und Videos sammelt, um unsere Online-Gewohnheiten nicht nur zu visualisieren, sondern eben auch gleich performativ darzustellen.
Ein Workshop zu Visualisierungstechniken mit den beiden Gründern von Tactical Tech. Hier geht es um den Moment, wo Kreativität und Daten als neue Wege aufeinander geraten, um Menschen für die Themen zu begeistern, die unser Leben bestimmen. Gezeigt wird, wie Aktivisten auf der ganzen Welt politische Partizipation mittels Informationsdesign gestalten, denn visuelle Metaphern, Storytelling und Kreativität können Informationen in Aktionen verwandeln!